Der Verein IGLS 8802 Kilchberg bezweckt die Bekämpfung des Eisenbahnlärms, die Durchsetzung der geltenden Lärmschutz-Rechtsnormen und ihre Einhaltung durch die Eisenbahnen, die Förderung der Wohnqualität entlang des Bahntrassees in Kilchberg.

Seit der Gründung der IGLS am 16. Juni 2005 ist der Vorstand 14 Mal zu Sitzungen zusammengekommen und hat an die Adresse der Gemeinde zu den kommunalen Informationen kritisch Stellung genommen und Anregungen vorgebracht; eine Delegation des Vorstandes hatte sich mit Vertretern der Gemeinde getroffen, um das weitere Vorgehen miteinander zu besprechen; eine weitere Delegation hat zusammen mit Vertretern der SBB und des Gemeinderates an einer Begehung der Projektstrecke teilgenommen (vgl. Archiv). Ziel der IGLS war es, im Interesse ihrer Mitglieder die öffentliche Planauflage optimal dazu zu nutzen, abschnittsgerecht angepasste bauliche Lösungen der wichtigen Aufgabe des Lärmschutzes an der Bahnlinie durchzusetzen. In dieser Absicht und im Hinblick auf die Replik zur Stellungnahme der SBB wurden auch zwei Mitgliederversammlungen durchgeführt. Am 27. August 2008 fand die letzte Jahresmitgliederversammlung statt (vgl. Jahresbericht 2008 des Präsidenten). Der Verein hat beschlossen, Vereinsversammlungen nur noch im Bedarfsfall durchzuführen oder wenn 1/5 der Mitglieder es verlangt.


Aktuelles

Schallschutzfenster lassen immer noch, aber nicht mehr gleich lange auf sich warten:

Zuständig für die Umsetzung des mit der rechtskräftig gewordenen Lärmsanierung zugesprochenen Schallschutzfensterprogramms ist der Kanton Zürich, federführend dabei die Fachstelle Lärmschutz (FALS). Nachdem das Projekt der SBB rechtskräftig geworden ist, hat sich die IGLS beim Kanton nach dem Fahrplan erkundigt und dabei die Auskunft erhalten, es würde nun das Verfahren zur Ermittlung der Kosten und zum Aufstellen eines Ablaufs öffentlich ausgeschrieben; damit sei im Mai/Juni 2010 zu rechnen. Eine Nachfrage nach den Sommerferien 2010 hatte aber ergeben, dass die FALS heillos überlastet und die Mitarbeitenden selbst frustriert waren, dass sie ihr vorbereitetes Programm nicht zügig durchführen konnten. Indessen hatte ihr die Baudirektion(zu!) lange die dringend erforderliche Aufstockung des Personalbestandes verweigert. Zwar wurde dann gegen Ende Jahr eine zusätzliche Stelle geschaffen. Die Ausschreibung jedoch war auf Januar 2011 verschoben worden. Für die Lärmbetroffenen war und ist das weiterhin mehr als ärgerlich: Die Arbeit blieb und bleibt ja dieselbe, eine Einsparung an Lohngeldern konnte also mit dem Hinausschieben nicht erreicht werden.

In den Sommerferien endlich ist dann im Amtsblatt vom 29. Juli 2011 die Publikation erfolgt, wonach nun ein Ingenieurbüro mit den Arbeiten betraut worden sei und evaluiere, wer für seine Schallschutzfenster einen Beitrag erhalte. Dem Vernehmen nach werden vom Ingenieurbüro alle Eigentümerinnen und Eigentümer angegangen, deren Häuser bereits in den Plänen des Plangenehmigungsverfahrens als übermässig belastet und beitragsberechtigt ausgewiesen worden sind. Der Ausweis im Plangenehmigungsverfahren reicht jedoch nicht aus, vielmehr sollen für jedes betroffene Haus eine Analyse durchgeführt und ein Sanierungsvorschlag ausgearbeitet werden. Wenn wundert's und wen ärgert's nicht, dass das Verfahren "efangs" Ende 2013 abgeschlossen werden soll. Nach den bisherigen Verzögerungen möchte man jedenfalls nicht befürchten müssen, dass auch dieses Ziel überschossen werden könnte.

Der Verfahrensablauf wird von der Baudirektion in einem Merkblatt zusammengefasst.


Neue Grenzwerte für Schienenfahrzeuge in der EU:

Die EU hat Grenzwerte für Schienenfahrzeuge festgesetzt, die insbesondere eine deutliche Lärmreduktion bei Güterzügen zur Folge haben können. Pressemitteilung UBA (pdf-Format)
Vgl. dazu auch die Motion von Nationalrat Fabio Abate, in unserem Archiv.

| ©2005 IGLS 8802 Kilchberg, aktualisiert 31.8.2011 | Titelbild PATRICK GUTENBERG/TAGES-ANZEIGER